Donnerstag, 22. Dezember 2011

Vorahnung.

Wenn ich wüsste, wie es ausgehen würde..dann hätte ich es nie gemacht denn ich mag dich.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Angst.

Ich hatte Angst. Angst, dass ihr mich auslacht.
Damals schrieb ich einen Brief und ihr habt mir geholfen. Echt lieb.
Aber ihr habt nicht verstanden. Ihr habt es bis heute nicht verstanden.
Er war nicht für den Jungen, den ich "voll heiß" fand und gerade erst kennengelernt haben.
Er war für die Person, mit der ich Schluss gemacht hatte.
Ich habe nie Schluss gemacht. Eher wurde ich dazu gezwungen.
Zwei Jahre ist es her. Ich weiß nicht, ob er es mir glaubt und ob die mittlerweile alte Bekanntschaft
auch ein Recht hat zu erfahren, dass er niemals gemeint war.

Ich hatte doch nur Angst, dass sie mich auslachen.
Niemals hätte ich eine neue Freundschaft zerstört.

Samstag, 17. Dezember 2011

I just wanted to say...

Ich wollte dir sagen, ich habe dich nie verarscht. Ich wollte dir sagen, ich habe nie anders für dich empfunden. Ich wollte dir sagen, dass Alter niemals eine Rolle gespielt hat. Ich wollte dir sagen, dass ich dich lieben würde, auch wenn du vernarbt und eklig aussehen würdest. Ich wollte dir sagen, wenn dir was zustößt würde es mich viel mehr verletzen als wenn ich mit selbst weh tun würde.

Ich wollte dir nur sagen, auch wenn du es nicht glaubst...

Ich liebe dich.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Hände.

Da lag ich nun mit dir neben mir. Du schläfst ruhig. Wie kannst du nur so ruhig schlafen? Spürst du nicht das kribbeln? Spürst du nicht wie kleine Hände an unserem Körper herauf krabbeln? Hörst du nicht wie jemand in der Ecke steht und lacht? Er lacht mich aus. Lacht mich aus, weil ich mich hab überreden lassen. Von dir und deinen Junkie-Freunden. Ich drücke die Decke noch fester an mich um die Hände abzuwehren. Irgendwann wird alles schwarz und ich schlafe endlich ein. Für immer.

Freitag, 9. Dezember 2011

Eine Erinnerung.

Ich und sie laufen aus dem Tempel. Es war wie immer und wie immer laufen ich und sie in den Kirschblütenwald.
Sie bestaunt mein neues Kimono. Es ist weiß mit Kirschblütenmuster, aber ich muss gestehen, dass ich mich mit diesem Kimono sehr blass finde.
Unsere Getaschuhe klackerten und ich höre ihrem Geplappere gar nicht mehr zu, denn meine Aufmerksamkeit gilt meiner Erinnerungen hier. Hier, in diesem Kirschnlütenwald.

In diesem Kirschblütenwald traf ich ihn. Den Anderen. Er sah anders aus und er war auch anders. 
Diese Neugier und die Lust, etwas Verbotenes zu tun machte mich irre. Ich schlich ihm hinterher, denn wie er ging und wie er sang. Alles war anders. Ich wusste nicht mal welche Sprache er sprach.
Nun lief ich da in diesem Kirschblüten gedankenverloren. Mit meinen Gedanken bei ihm und es stupste mich jemand von hinten an.
"Wer bist du?", fragte er mich. Ich war erstaunt, denn er sprach auch fließend meine Sprache. "Wieso läufst du mir hinterher? Was willst du?" Ich nannte ihm meinen Namen und entschuldigte mich, denn dass er gemerkt hatte, dass ich ihn verfolge war mir sehr peinlich.
Er war überhaupt nicht sauer, denn er lachte danach nur und wir setzten uns auf eine Bank im Kirschblütenwald. 
Wir erzählten uns unsere Geschichten. Wir waren nicht Fremde, die miteinander sprachen. Es war anders.
Ich erfuhr, dass er ein spanischer Austauschschüler war und in 6 Monaten wieder nach Hause gehen würde.
Ich kannte ihn kaum, trotzdem spürte ich eine große Trauer. 6 Monate. Das ist eine viel zu kurze Zeit!
Ich fragte mich, wieso es mich so interessierte. Ich kannte ihn doch kaum!
Ich erzählte ihm, dass ich im Tempel lebe. Ich habe keine Eltern. Ich bin dort aufgewachsen und bin zur Schule gegangen. Ich wusste, was für Konsequenzen es haben würde, wenn man mich mit ihm finden würde.
Hier im Kirschblütenwald.
Nach dem trafen wir uns immer öfter. Wir lernten uns immer besser kennen und lernten uns lieben.
Liebe. So ein missbrauchtes Wort von kleinen Kindern, die nicht wissen was Liebe ist.
Doch ich erfuhr die Liebe hier im Kirschblütenwald. Mit dem Spanier. Ich wusste was die Liebe ist.
Nur, durfte man im Tempel nicht erfahren, was ich mit einem Spanier trieb. Was für eine Demut man mir entgegenbringen würde. Ich konnte es mir kaum vorstellen!

Heute ist alles wie immer. Ich und sie laufen aus dem Tempel heraus. Ich in meinem weißen Kimono mit Kirschblütenmuster. Doch heute war doch nicht alles wie immer. Denn, ich gehe meinen Weg durch den Kirschblütenwald ohne jemals wieder zurück zu blicken.

Verbannt. Jetzt mache ich mich mit einem Kleinspanier im Bauch auf dem Weg zum Vater.